Wenn Wellen sich biegen oder Fluchtungsfehler auftreten, steigen herkömmliche Lager oft aus. Nicht so das Pendelkugellager. Dank seiner hohlkugeligen Außenlaufbahn stellt es sich "pendelnd" ein und gleicht Winkelfehler souverän aus. Es ist das Lager mit der geringsten Reibung aller Wälzlagerarten – das bedeutet weniger Wärmeentwicklung und höhere Drehzahlen.
In einer perfekten Welt sind alle Wellen kerzengerade und alle Gehäuse präzise ausgerichtet. In der Realität sorgen Belastungen jedoch für Wellendurchbiegungen oder Montageungenauigkeiten für Schiefstellungen. Ein starres Lager würde hier verkanten, heißlaufen und frühzeitig ausfallen.
Das Pendelkugellager wurde genau für dieses Szenario entwickelt. Es ist eine zweireihige, selbsthaltende Baueinheit, bei der die Kugeln in zwei Rillen auf dem Innenring laufen, aber eine gemeinsame, sphärische (hohlkugelige) Laufbahn im Außenring nutzen. Das Resultat: Der Innenring samt Kugelkränzen kann im Außenring schwenken.
Um für jede Einbausituation gerüstet zu sein, bieten wir verschiedene Bauformen der Reihen 12, 13, 22 und 23 an:
Pendelkugellager sind die erste Wahl in Branchen, wo leichte bis mittlere Lasten bewegt werden, aber die Umgebungskonstruktion nicht 100% starr ist:
Temperaturgrenzen: Offene Lager mit Messingkäfig können von -30°C bis +150°C eingesetzt werden (Polyamidkäfige bis +120°C). Bei abgedichteten Varianten begrenzen das Fett und der Dichtungswerkstoff den Bereich meist auf -30°C bis +100°C.
Die Montage eines Pendelkugellagers, besonders auf kegeligem Sitz, erfordert das richtige Zubehör. Während offene Lager axial eingestellt werden müssen, um das Radialspiel zu definieren, sind Lager auf Spannhülsen einfach zu klemmen. Nutzen Sie Sicherungsbleche und Nutmuttern, um die Position dauerhaft zu fixieren.
Wählen Sie jetzt die passende Größe für Ihre Anwendung – ob mit zylindrischer Bohrung oder inklusive Spannhülse.
Alternativ können Sie aus unserer Wälzlager Produktvielfalt eine andere Lösung wählen.
