Chemisch-technische Lösungen bilden in Fertigung und Instandhaltung die Basis, um Verschleiß zu reduzieren, Bauteile dauerhaft zu verbinden und die Prozesssicherheit zu erhöhen. Unser umfassendes Sortiment bietet Ihnen exakt die Spezialchemie, die Sie für effiziente und verlässliche Produktionsabläufe benötigen.
1502071
400100000
400100000 500ml DEXIS
transparent
Spray
500ml
1502080
400100300
400100300 400ml DEXIS
transparent
Spray
400ml
0800864
400100100
400100100 400ml DEXIS
weiß
Spray
400ml
0802017
400100070
400100070 400ml DEXIS
Spray
400ml
Kettenspray
1502070
400100059
400100059 400ml DEXIS
transparent
Spray
400 ml
1502088
400200309
400200309 400ml DEXIS
Spray
400ml
Mehrzweckspray
0802034
400100580
400100580 400ml DEXIS
Spray
400ml
Bohr- und Schneidöl
1502079
400100540
400100540 400ml DEXIS
grau
Spray
400ml
0802041
400200550
400200550 400ml DEXIS
transparent
Spray
400ml
1229245
9002588457277
655638
655638
38mm
tranparent
Klebeband
0800865
400100395
400100395 400ml DEXIS
grau
Spray
400ml
0800597
9002588910154
91015
91015 Prisma Color
resedagrün
Spray
400ml
0800900
WD40
49025/E
WD 40/25l
Kanister
25 l
Mehrzwecköl
1500256
Molykote
1020107
BR2 PLUS/1kg Molykote
schwarz
Dose
1kg
1502078
400100430
400100430 400ml DEXIS
grau
Spray
400ml
0800163
5010266009100
Loctite
1918246
243/10ml mittelfest Loctite
24 h
blau
Flasche
0800341
5411183003095
Soudal
101416
Silirub S/Grau
grau
Kartusche
310ml
1502646
400100019
400100019 400ml DEXIS
Spray
400ml
Rostlöser
1500054
Molykote
1022007
111/1kg Molykote
weiß-transparent
Dose
1kg
0800809
Molykote
1040207
D 321R/1kg Molykote
grau-schwarz
Dose
1 kg
0800233
4100630295930
Loctite
195904
401/3g Loctite Blister
12 h
transparent
Tube
0801091
4058093021040
Teroson
2969774
MS 939/290ml GY Grau Teroson
grau
Kartusche
293ml
0801688
4058093002698
Loctite
2101118
LB 8201/400ml 5 Wege Spray Loctite
Sprühdose
400ml
Schmierstoff
1500099
9002588457697
45769
45769 48mm/50m X-Way silber
48mm
silber
Gewebeklebeband
Die Qualität und Langlebigkeit jeder chemischen Verbindung – ob Klebung, Dichtung oder Beschichtung – hängt direkt von der Vorbehandlung der Werkstückoberfläche ab. Bevor Klebstoffe oder Schmierstoffe appliziert werden können, müssen die Bauteile frei von Bearbeitungsölen, Trennmitteln, Staub und alten Klebstoffresten sein. Selbst mikroskopische Verunreinigungen verringern die Adhäsion (Anhaftung) der chemischen Wirkstoffe und führen langfristig zu einem Versagen der Fügeverbindung.
Für die prozesssichere Reinigung kommen in der Industrie unterschiedliche Lösungsansätze zum Einsatz. Wässrige Teilereiniger eignen sich für Ultraschallbäder und großvolumige Waschanlagen in der Serienfertigung. Sie sind oft biologisch abbaubar und entfernen wasserlösliche Verschmutzungen sowie leichte Öle zuverlässig. Für hartnäckige, verharzte Fette oder Silikone werden lösungsmittelbasierte Kaltreiniger und Entfetter eingesetzt. Diese Produkte unterwandern den Schmutz zügig und lüften anschließend rückstandsfrei ab, sodass das Bauteil zeitnah weiterverarbeitet werden kann.
Bei schwer verklebbaren Kunststoffen mit niedriger Oberflächenenergie (wie Polyethylen oder Polypropylen) reicht eine reinigende Vorbehandlung oft nicht aus. Hier werden spezifische Primer (Haftvermittler) aufgetragen. Diese verändern die Oberflächenspannung des Werkstoffs chemisch und bilden eine Brücke zwischen dem Substrat und dem Klebstoff, was belastbare Verbindungen erst möglich macht. Die korrekte Abstimmung von Reiniger, Primer und Klebstoff ist ein zentraler Faktor für reproduzierbare und messbare Qualitätsstandards in der Montage.
Traditionelle mechanische Fügeverfahren wie Nieten, Schweißen oder Schrauben werden in vielen Konstruktionsbereichen zunehmend durch moderne Klebstoffe ergänzt oder ersetzt. Die chemische Fügetechnik bietet den technischen Vorteil, dass auftretende Spannungen gleichmäßig über die gesamte Verbindungsfläche verteilt werden. Punktuelle Belastungsspitzen, die bei mechanischen Verfahren oft zu Materialermüdung führen, werden auf diese Weise deutlich gesenkt. Zudem lassen sich unterschiedliche Werkstoffe – beispielsweise Metall mit Kunststoff oder Glas – spannungsfrei miteinander verbinden, ohne Kontaktkorrosion zu riskieren.
Eine fachgerecht applizierte Dichtmasse übernimmt parallel zur Kleb- oder Füllfunktion eine wichtige Schutzaufgabe: Sie verhindert das Eindringen von Medien wie Wasser, Ölen oder Kühlschmierstoffen in die Baugruppe und schützt die Konstruktion verlässlich vor Korrosion von innen heraus.
Wenn Baugruppen hohen statischen und dynamischen Kräften ausgesetzt sind, ist der Einsatz von zweikomponentigen Systemen geboten. Ein klassischer 2K Kleber (beispielsweise auf Basis von Epoxidharz oder Polyurethan) härtet durch die chemische Reaktion von Harz und Härter unabhängig von der Luftfeuchtigkeit aus. Diese Systeme überbrücken auch größere Spaltmaße zuverlässig und bieten eine hohe Scher- und Zugfestigkeit.
In Bereichen, in denen Bauteile thermischen Schwankungen oder Vibrationen ausgesetzt sind, ist eine hohe Flexibilität der Fügezone erforderlich. Ein MS Polymer Klebstoff (silanmodifiziertes Polymer) härtet zu einem dauerelastischen Elastomer aus. Diese Systeme haften auf vielen Oberflächen ohne vorherigen Primer-Auftrag, sind isocyanatfrei und lassen sich in vielen Fällen nass-in-nass überlackieren, was sie für den Fahrzeug- und Kabinenbau prädestiniert.
Für Montageprozesse, die eine zügige Anfangsfestigkeit erfordern, ist der Sekundenkleber das Mittel der Wahl. Diese einkomponentigen Klebstoffe härten bei Raumtemperatur durch die natürliche Oberflächenfeuchtigkeit der Bauteile in wenigen Sekunden aus. Sie eignen sich für kleine bis mittelgroße Flächen. Für die Verklebung von Elastomeren, Gummiprofilen und schwer verklebbaren Kunststoffen (wie EPDM) ist Loctite 406 ein bewährter Standard in der Industrie.
Sollten die Umgebungsbedingungen sehr trocken sein oder größere Spalte überbrückt werden müssen, kann die Aushärtung verzögert ablaufen. In solchen Fällen wird ein Sekundenkleber Aktivator eingesetzt. Dieser wird vor dem Klebstoffauftrag auf eine der Fügeflächen gesprüht, um die Polymerisation gezielt zu beschleunigen und definierte Durchlaufzeiten in der Serienfertigung sicherzustellen.
In der Steuerungstechnik, der E-Mobilität und bei der Fertigung von Sensorik müssen empfindliche elektronische Baugruppen vor mechanischen Stößen, Feuchtigkeit und korrosiven Medien geschützt werden. Eine lackierte Schutzschicht reicht bei starken Vibrationen oder dauerhafter Feuchtigkeitsbelastung oft nicht aus. In diesen Fällen kommen flüssige Vergussmassen auf Basis von Epoxidharz, Polyurethan oder Silikon zum Einsatz, die die Leiterplatten und Bauteile vollständig umschließen.
Epoxidharze härten zu einer starren, hochfesten Masse aus und bieten einen hervorragenden Schutz vor aggressiven Chemikalien und mechanischer Manipulation (Kopierschutz). Polyurethan-Vergussmassen bleiben nach der Aushärtung flexibel. Sie eignen sich für Bauteile, die starken thermischen Schwankungen ausgesetzt sind, da die elastische Masse die unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten der elektronischen Bauelemente kompensiert und Spannungsrisse an Lötstellen verhindert. Silikonvergussmassen wiederum zeichnen sich durch eine sehr hohe Temperaturbeständigkeit aus und behalten ihre elastischen Eigenschaften auch bei dauerhaften Betriebstemperaturen von über 200 °C.
Neben der isolierenden und schützenden Funktion übernehmen moderne Vergussmassen zunehmend Aufgaben im Wärmemanagement. Durch die Beimischung wärmeleitender Füllstoffe (wie Aluminiumoxid) wird die im Betrieb entstehende Hitze von Leistungshalbleitern oder Prozessoren effizient an das äußere Gehäuse abgeleitet. Dies erhöht die Lebensdauer der Steuerungselektronik deutlich und sichert die hohe Qualität industrieller Mess- und Regeltechnik.
Für das Sichern und Abdichten von metallischen Gewinden sowie das Fügen zylindrischer Teile (wie Welle-Nabe-Verbindungen) kommen Anaerobe Produkte zum Einsatz. Diese speziellen Kunstharze härten unter Ausschluss von Luftsauerstoff und bei gleichzeitigem Kontakt mit Metallionen zu einem duroplastischen Kunststoff aus.
Maschinen und Anlagen sind im Betrieb ständigen Vibrationen ausgesetzt. Eine flüssige Schraubensicherung füllt die mikroskopischen Hohlräume in den Gewindegängen vollständig aus, verhindert das selbstständige Losdrehen und dichtet das Gewinde gegen Passungsrost ab. Die Loctite Schraubensicherung ist in verschiedene Festigkeitsklassen unterteilt, um Instandhaltungsprozesse passgenau abzubilden:
Im Bereich der Pneumatik und Hydraulik dichtet Loctite 542 feine Gewindeverbindungen zuverlässig gegen hohe Systemdrücke ab, ohne Ventile oder Filter durch abgerissene Partikel zu verstopfen. Für grobe Metallgewinde und Rohrverbindungen wird häufig Loctite 577 eingesetzt, dass eine schnelle Dichtwirkung gegen niedrige Drücke bietet und anschließend vollständig aushartet.
Für das Fügen von zylindrischen Bauteilen, wie dem Einsetzen von Lagern oder dem Befestigen von Zahnrädern auf Wellen, sorgen Fügeklebstoffe für eine vollflächige Kraftübertragung. Loctite 638 ist hochfest und für größere Spaltmaße konzipiert, während Loctite 648 eine hohe Temperaturbeständigkeit bei gleichzeitig sehr zügiger Aushärtung aufweist, was die Wartezeiten in der Reparatur deutlich gesenkt.
Klebebänder sind funktionale Hilfsmittel zum Abdecken, Bündeln, Isolieren und Fügen. Die Haftung entsteht durch druckempfindliche Klebmassen (Acrylat, Natur- oder Synthesekautschuk), die bei leichtem Anpressdruck eine Verbindung mit dem Untergrund eingehen.
Für die effiziente und ergonomische Verarbeitung von Verpackungsbändern im Versandbereich ist ein professioneller Klebeband Abroller mit einstellbarer Rollenbremse und Sicherheitsklinge ein unverzichtbares Werkzeug.
Die Kontrolle von Reibung und Verschleiß (Tribologie) ist für die Langlebigkeit von Maschinen essenziell. Hochwertige Schmierstoffe bauen einen trennenden Film zwischen beweglichen Metalloberflächen auf, leiten Wärme ab und schützen vor Korrosion. Ein Schmiermittel besteht in der Regel aus einem mineralischen oder synthetischen Grundöl sowie spezifischen Additiven, die die Druckaufnahmefähigkeit (EP-Zusätze) oder die Alterungsbeständigkeit verbessern. In offenen Systemen, Wälzlagern oder Linearführungen kommt Schmierfett zum Einsatz. Es nutzt einen Verdicker (etwa Lithiumseife), der das Öl wie ein Schwamm festhält und bei mechanischer Beanspruchung kontinuierlich an die Schmierstelle abgibt. Zudem dichtet das Fett die Lagerstelle gegen das Eindringen von Verunreinigungen ab.
In der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie unterliegt der Einsatz chemisch-technischer Produkte strengen gesetzlichen Auflagen. Anlagen zur Abfüllung, Verpackung und Verarbeitung müssen geschmiert, gewartet und verklebt werden, ohne dass eine Kontamination der Endprodukte stattfindet. Für diese sensiblen Produktionsumgebungen ist die Verwendung von NSF-zertifizierten Schmier-, Kleb- und Reinigungsmitteln zwingend vorgeschrieben.
Produkte mit einer NSF H1-Zulassung (Schmierstoffe) oder NSF K1-Zulassung (Reiniger) sind physiologisch unbedenklich formuliert. Sie dürfen dort eingesetzt werden, wo ein gelegentlicher, technisch unvermeidbarer Kontakt mit Lebensmitteln nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Die Grundöle dieser Spezialschmierstoffe bestehen aus hochreinen Weißölen oder synthetischen Polyalphaolefinen (PAO), die geschmacks- und geruchsneutral sind. Gleichzeitig müssen sie den gleichen hohen tribologischen Anforderungen genügen wie konventionelle Industrieschmierstoffe: Sie schützen Lager und Ketten vor Verschleiß, sind beständig gegen aggressive Reinigungsmedien bei der Anlagenwäsche (Wash-Down-Prozesse) und leiten Wärme verlässlich ab.
Auch im Bereich der Fügetechnik, beispielsweise beim Bau von Edelstahlbehältern, Trinkwasserarmaturen oder medizinischen Geräten, kommen geprüfte Dicht- und Klebstoffe zum Einsatz. Zertifizierungen nach den Richtlinien des Umweltbundesamtes (KTW-Zulassung für Trinkwasser) oder Freigaben nach der europäischen Kunststoff-Verordnung (EU 10/2011) sichern die Einhaltung hygienischer Standards. Ein lückenlos dokumentierter Einsatz dieser Spezialprodukte unterstützt Betriebe dabei, Audits erfolgreich zu bestehen und die Lebensmittelsicherheit durchgehend zu gewährleisten.
Die maschinelle Zerspanung von Metallen erzeugt durch Reibung und Materialverformung hohe Temperaturen an der Werkzeugschneide. Um einen vorzeitigen Werkzeugverschleiß zu verhindern und die geforderte Maßhaltigkeit des Werkstücks zu sichern, ist der Einsatz von Kühlschmierstoffen (KSS) in CNC-Bearbeitungszentren unverzichtbar. Sie übernehmen drei Kernaufgaben: die effiziente Kühlung der Kontaktzone, die Schmierung zwischen Span und Spanfläche sowie den zügigen Abtransport der Metallspäne aus dem Arbeitsbereich.
Für Dreh-, Fräs- und Bohroperationen werden wassermischbare Kühlschmierstoffe eingesetzt. Diese Hochleistungs-Emulsionen kombinieren die hohe Wärmekapazität von Wasser mit der schmierenden Eigenschaft von Öl. Moderne Formulierungen bieten einen verlässlichen Korrosionsschutz für Maschine und Bauteil, neigen bei hohen Pumpendrücken nicht zur Schaumbildung und weisen eine hohe biologische Stabilität auf, was die Standzeiten der Emulsion spürbar verlängert. Für die Schwerzerspanung, das Räumen oder das Tieflochbohren, wo die Schmierwirkung im Vordergrund steht, werden hingegen nicht-wassermischbare Schneidöle genutzt.
Eine technologische Weiterentwicklung zur ressourcenschonenden Fertigung ist die Minimalmengenschmierung (MMS). Bei diesem Verfahren wird auf den massiven Einsatz von Überflutungskühlung verzichtet. Stattdessen wird ein feiner Aerosolnebel (ein Gemisch aus Druckluft und speziellen Hochleistungs-Fettalkoholen oder Esterölen) exakt auf die Schneide gesprüht. Der Schmierstoff verdampft beim Zerspanungsprozess fast vollständig. Die Vorteile dieses Verfahrens sind vielschichtig: Die Werkstücke und anfallenden Späne bleiben trocken, was den Aufwand für die anschließende Bauteilreinigung und das Späne-Recycling deutlich senkt. Zudem entfallen die Kosten für die Überwachung, Pflege und Entsorgung großer KSS-Volumina, was die Betriebskosten der Zerspanungsprozesse nachhaltig optimiert.
Für die regelmäßige Inspektion und Reparatur (MRO) führen wir chemische Hilfsmittel, die Rüst- und Ausfallzeiten spürbar minimieren. Unter der Kategorie Wartungsprodukte finden Instandhalter exakt jene Lösungen, die für eine prozesssichere Demontage und Reinigung erforderlich sind.
Für die Verarbeitung von Dichtmassen und Montageklebern aus Kartuschen ist das passende Austragsgerät maßgeblich für ein sauberes Ergebnis. Eine manuelle Kartuschenpistole mit hohem Übersetzungsverhältnis und verwindungssteifem Rahmen eignet sich für Instandhaltungsarbeiten und Reparaturen. In der automatisierten Serienfertigung oder bei großflächigen Verklebungen reduziert eine Kartuschenpistole Akku die körperliche Belastung des Anwenders. Sie bietet einen elektronisch geregelten Vorschub für eine gleichmäßige Klebstoffraupe und verfügt über eine automatische Rücklauf-Funktion, die ein unkontrolliertes Nachlaufen des Materials verhindert.
Der Umgang mit industrieller Chemie erfordert entsprechende Sicherheitsvorkehrungen am Arbeitsplatz. Viele Primer, Aktivator-Sprays und Industriereiniger enthalten flüchtige organische Verbindungen (VOCs), die Haut und Atemwege reizen können. Ein ganzheitlicher Arbeitsschutz ist daher in der Materialbearbeitung zwingend zu berücksichtigen.
Der direkte Hautkontakt mit unausgehärteten Klebstoffen oder Lösungsmitteln lässt sich durch geeigneten Handschutz vermeiden. Speziell chemikalienbeständige Nitrilhandschuhe bieten hier eine verlässliche Barriere, während Atemschutzmasken in schlecht belüfteten Umgebungen die Einatmung von Dämpfen unterbinden. Zudem müssen Sicherheitsdatenblätter (SDB) der jeweiligen Produkte stets zugänglich sein, um im Falle einer unvorhergesehenen Kontamination schnell und sachgerecht reagieren zu können. Die vorschriftsmäßige Lagerung in belüfteten Gefahrstoffschränken rundet das betriebliche Sicherheitskonzept ab.
Während manuelle oder akkubetriebene Austragsgeräte für die Instandhaltung, den Prototypenbau oder Kleinserien ausreichen, erfordert die hochvolumige Montage in der Serienfertigung automatisierte Dosiertechnik. Ein konstanter und reproduzierbarer Materialauftrag ist hier die Basis für prozesssichere Qualität und kalkulierbare Materialkosten.
Für die automatisierte Applikation von flüssigen Schraubensicherungen, Sekundenklebern oder viskosen Dichtmassen werden pneumatische oder elektromechanische Dosierventile in Robotik- oder Portalsysteme integriert.
Gepaart mit optischen Kontrollsystemen (Vision Control), die die Raupenbreite und die Positionierung des Klebstoffs in Echtzeit überwachen, lassen sich Ausschussquoten in der Automobilindustrie, der Elektronikfertigung oder dem Maschinenbau spürbar reduzieren.
Der Einsatz von chemisch-technischen Produkten unterliegt auf europäischer Ebene strengen gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der REACH-Verordnung (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) und der CLP-Verordnung (Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung). Für B2B-Unternehmen ist ein rechtskonformes Gefahrstoffmanagement essenziell, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten und behördliche Sanktionen zu vermeiden.
Ein nachhaltiges Chemikalienmanagement beginnt bereits im Einkauf durch die gezielte Substitutionsprüfung. Ziel ist es, Produkte mit gesundheitsgefährdenden oder umweltbelastenden Inhaltsstoffen durch kennzeichnungsfreie oder VOC-reduzierte (Volatile Organic Compounds) Alternativen zu ersetzen, sofern die technischen Spezifikationen dies zulassen. Viele Hersteller haben in den letzten Jahren Klebstoffe, Industriereiniger und Schmierstoffe entwickelt, die frei von Gefahrensymbolen sind. Diese „Health & Safety“-Produkte senken den Aufwand für Arbeitsschutzmaßnahmen, reduzieren die Kosten für die Entsorgung von Sonderabfall und erleichtern die Lagerung der Betriebsmittel deutlich.
Um diese regulatorischen Anforderungen transparent zu managen, stellen wir unseren B2B-Kunden die zugehörigen Sicherheitsdatenblätter (SDB) und technischen Datenblätter digital zur Verfügung. Dies erleichtert die Erstellung interner Betriebsanweisungen sowie die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen für die Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Durch die Konsolidierung Ihres Chemikaliensortiments – also die Reduzierung unterschiedlicher Varianten auf wenige, vielseitig einsetzbare Standardprodukte – verringern Sie nicht nur den administrativen Aufwand, sondern schaffen eine übersichtliche und sichere Materialwirtschaft in Ihrem Betrieb.
Die Auswahl der passenden chemisch-technischen Produkte erfordert eine genaue Analyse der Werkstoffe, der Spaltmaße, der thermischen Belastungen und der gewünschten Taktzeiten in Ihrer Fertigung. Durch eine fundierte Beratung lassen sich Fehlverklebungen vermeiden und Sortimente in der Instandhaltung nachhaltig konsolidieren.
Unsere Spezialisten unterstützen Sie gerne bei der Implementierung effizienter Dosiertechnik, der Umstellung auf kennzeichnungsfreie Klebstoffe oder der Optimierung Ihrer Schmierpläne. Nehmen Sie für eine individuelle Projektierung direkt Kontakt mit unseren Fachberatern auf, um Ihre industriellen Prozesse messbar, sicher und wirtschaftlich zu gestalten.
