Kraftbänder verbinden mehrere Einzelprofile durch eine gemeinsame Rückendecke zu einer stabilen Einheit. Diese Bauform bietet eine hohe Seitensteifigkeit und verhindert das Schwingen oder Verdrehen der Riemen bei starken Stoßbelastungen oder großen Achsabständen.
In der industriellen Praxis stoßen klassische Einzelriemenantriebe oft an ihre physikalischen Grenzen, wenn sie mit ungleichmäßigen Lastprofilen, schlagartigen Stößen oder extremen Vibrationen konfrontiert werden. Das Kraftband – technologisch ein Verbundkeilriemen – ist die Antwort auf diese Herausforderungen. Es kombiniert die bewährte Keilwirkung einzelner Riemen mit einer massiven mechanischen Stabilisierung durch eine gemeinsame Deckplatte. Auf der DEXIS-Startseite finden Sie einen Überblick über unser gesamtes Leistungsspektrum, das weit über die reine Produktlieferung hinausgeht.
Das entscheidende Merkmal des Kraftbandes ist seine hochfeste Rückendecke. Dieser Verbund sorgt dafür, dass sich die einzelnen Profile nicht mehr unabhängig voneinander bewegen können. Daraus ergeben sich signifikante technische Vorteile:
Kraftbänder sind in den klassischen Schmalkeilriemen-Profilen nach DIN 7753 bzw. ISO 4184 erhältlich. Wir decken hierbei das gesamte Spektrum der Antriebstechnik ab, von kompakten SPZ-Profilen bis hin zu den massiven SPC-Ausführungen für die Schwerindustrie.
Ein wesentlicher Qualitätsaspekt liegt in den verwendeten Werkstoffen. Hochwertige Kraftbänder bestehen heute meist aus EPDM-Compounds oder speziellen Chloropren-Mischungen. Diese Materialien bieten nicht nur eine hervorragende Temperaturbeständigkeit von -40 °C bis zu +130 °C, sondern sind auch resistent gegenüber Ölnebel und UV-Strahlung. Die Zugstränge im Inneren bestehen in der Regel aus dehnungsarmen Polyesterkordeln; bei extremen Leistungsanforderungen kommen auch Aramid-Zugstränge zum Einsatz. Diese High-End-Fasern ermöglichen eine nahezu dehnungsfreie Kraftübertragung selbst bei massiven Lastspitzen.
Ein großer technischer Pluspunkt ist die direkte Kompatibilität mit vorhandenen Komponenten. Kraftbänder laufen in Standard-Keilriemenscheiben, sofern diese der entsprechenden Rillenanzahl und Normung entsprechen. Es ist jedoch entscheidend, dass die Scheibenflanken unbeschädigt und nicht eingelaufen sind, da die starre Rückendecke des Kraftbandes weniger Toleranz gegenüber Geometriefehlern zeigt als ein Einzelriemen.
Für die Montage empfehlen wir dringend den Einsatz von Laser-Ausrichtsystemen. Da das Kraftband eine steife Einheit bildet, führen Fluchtungsfehler schneller zu einseitiger Flankenabnutzung und einer erhöhten thermischen Belastung der Rückendecke. Eine präzise Ausrichtung und die exakte Einstellung der Vorspannkraft mittels Frequenzmessgerät sind die Grundvoraussetzungen für die maximale Standzeit des Verbundes.
Überall dort, wo Maschinen „hart" arbeiten, ist das Kraftband unverzichtbar. Typische Beispiele sind Steinbrecher in Steinbrüchen, die beim Zerkleinern von Gestein massiven Stoßbelastungen ausgesetzt sind. Auch in der Holzindustrie, etwa bei großen Gattersägen oder Häckslern, fangen Kraftbänder die schlagartigen Belastungsänderungen ab, die einen Einzelriemen sofort aus der Führung werfen würden. In der Landtechnik sorgen sie bei Mähdreschern dafür, dass auch unter variablen Erntebedingungen die volle Motorleistung sicher an die Nebenaggregate übertragen wird.
Wir bei DEXIS Austria verstehen uns als Partner Ihrer Instandhaltung. Das bedeutet, dass wir Sie nicht nur bei der Auswahl der richtigen Profilgröße und Strangzahl unterstützen, sondern auch bei der energetischen Optimierung Ihrer Antriebe beraten. Ein korrekt ausgelegtes Kraftband reduziert nicht nur die Ausfallwahrscheinlichkeit, sondern verbessert durch geringeren Schlupf auch den Wirkungsgrad Ihrer Anlage. Unsere Produktspezialisten prüfen auf Wunsch die Auslegung Ihrer bestehenden Antriebe und zeigen Potenziale zur Standzeitverlängerung auf. So sichern Sie die Verfügbarkeit Ihrer Produktion und reduzieren gleichzeitig die langfristigen Betriebskosten (TCO).
